Geschichte der Audacia Napocensis zu Klausenburg



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  Audacia Napocensis zu Klausenburg ist die erste christlich rumänische Studentenverbindung. Sie wurde am 15. März 2003 im Klausenburg (Cluj-Napoca / Kolozsvár), Rumänien gegründet.

  Wer hatte die Idee?

  Ein Alter Herr der K.Ö.St.V. (Katholisch Österreischische Studentenverbindung) Borussia Wien, Gerhard Krivda v. Arnulf kam beruflich bedingt immer wieder nach Rumänien und Klausenburg.

Der Kontakt mit Klausenburg, eine Universitätsstadt mit über 40.000 Studenten, beeindruckte Herrn Krivda, der von den vielen deutschsprechenden Rumänen begeistert war.

Wieso so viele Deutschsprechende? Es ist ganz einfach: Die Geschichte der Stadt wurde viel von den sächsischen Siedler, aber auch von der österreichischen Regierung des XVII-XVIII Jh. geprägt. Es gibt heute eine deutsche Schule, das "George Coşbuc" Kollegium, woher auch die meisten Mitglieder Audaciae stammen. Fast jede Fakultät der "Babeş-Bolyai" Universität hat auch eine deutsche Abteilung.

Nach langen Gesprächen entschloss sich die Borussia, eine Verbindung in Klausenburg, Rumänien zu gründen.



  Wie begann alles?

  Die Idee war geboren, nun musste man nur noch den Kontakt herstellen. Am besten, fand man die deutsche Schule als potentieller Partner für diesen Projekt. Zwei Borussen (Prof. Mag. Heinrich Kolussi v. Dr. cer. Tacitus und Peter-Günter Jantsch v. Dr. cer. Kolibri) reisten nach Klausenburg, mit der Absicht, die Verwaltung des Coşbuc-Kollegiums von der großartigen Idee der Verbindung zu überzeugen.

Obwohl die damalige Frau Direktorin der Schule von dem Projekt nicht zu begeistert war, zeigten andere Lehrer Interesse daran. Unter ihnen auch Prof. Mihai Grigoraş, ein Geschichtelehrer der Schule. Nach kurzer Zeit kam es zu einem Gespräch mit den zwei Borussen und die Idee der Verbindung "eroberte" ihn.

Der nächste Schritt würde das Finden der Schüler für der Verbindung sein. Da Herr Grigoraş ein beliebter Lehrer bei den Schülern war, dauerte es nicht lange, bis einige von der Verbindung hörten und daran interessiert waren.

  Die ersten Kontakte mit Österreich

  Herr Grigoraş bekam eine Einladung nach Wien, um als Gast von Dr. Tacitus zu reisen. Am 1. Januar 2002 (genau der Tag, als die Visumpflicht für Rumänien entfiel) begann der Geschichtelehrer seine Reise. Nach einer Woche im Haus von Dr. Tacitus (einer der erfahrensten Couleurstudenten, der überall im MKV (Mittelschüler-Kartell-Verband) bekannt ist) wurde Mihai Grigoraş (der jetzige Bbr. Peregrin) in das couleurstudentischen Leben eingeführt.

Ich war sein Schüler damals und kann mich erinnern, wie begeistert er in der Schule über seine Reise erzählte.

Im April 2002 wurden Dank der Freundlichkeit des WStV (Wiener Stadtverband) fünf Schüler aus dem Coşbuc-Kollegium zu der WStV-Schulung in Ottenstein eingeladen. Zum ersten Mal kamen Couleurstudenten aus ganz Wien mit den zukünftigen Farbenbrüder aus Rumänien im Kontakt.

  Die Gründung

  Im März 2003 kamen schon mehrere Rumänen im Kontakt mit der Verbindung. Dr. Tacitus und Dr. Kolibri veranstalteten eine Reise nach Rumänien und trafen sich mehrere Male mit den zukünftigen Gründer der Audacia aber auch mit Persönlichkeiten aus Klausenburg.

Am 15. März 2003 fand der Gründungs Convent statt. Anwesend waren:

Prof. Mag. Heinrich Kolussi v. dr. Tacitus, Peter-Günter Jantsch v. Dr. cer. Kolibri, Mihai Grigoraş v. Peregrin, Liviu Precup v. Antonius, Dorin Popescu v. Zwier, Traian Almăşan v. Machiavelli, Ioan Raşa v. Aeneas, Dan Păunescu v. Odin, Mircea Fizeşanu v. Volkov, und Octavian Popa v. Haiduk.

Es folgte die erste Kneipe der Audacia. Der offizielle Gründungskommers (Promulgationskommers) fand am 5. September 2003 in der Anwesendheit von über 80 Couleurstudenten statt. Bei dem BC, welcher vor den Kommers stattfand, haben folgende Personen das Audacenband verliehen bekommen: Gerhard Krivda v. Arnulf, Thomas Krivda v. Traminus, Michael Krivda v. Lob, und Ruxandra Sână v. Callyope.

Ehrenbänder bekamen Ralf Siebenbürger v. Capinius, Reimund Lang v. Dr. cer. Gieselher, Rudolf Hackauf v. Marius, Ilja Skidelski v. Hagen und Martin Heidinger v. Raphael.

  Warum Audacia Napocensis?

  Wichtig waren ebenfalls noch der Name und die Farben der Verbindung. Der Name wurde schon im Januar von Bbr. Peregrin und Bbr. Tacitus gefunden: Audacia Napocensis. „Audax,cis“ bedeutet, in der von Bbr. Tacitus sehr geliebten lateinischen Sprache: Mut. Audacia Napocensis bedeutet also die Mut (die Würde) der Napocenser (der Klausenburger). Es ist aber auch ein Wortspiel: „Dacien“ hieß die alte römische Provinz, auf der sich heute Rumänien befindet. Die Farben wurden von dem Gründungsconvent als gold-blau-weiß gewählt.

  Warum "Sapere Aude" ?

  Später wurde ein Motto für die ANK (Audacia Napocensis zu Klausenburg) gewählt: “Sapere Aude!”. Die Audacen hatten lange Zeit nach einem geeigneten Spruch gesucht, aber die Idee kam von Bbr. Ralf Siebenbürger v. Capinius. Es war das ideale Schlagwort für Audacia.

“Sapere Aude” ist ein Motto der Aufklärung und es bedeutet “Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen”. Es passt sehr gut an einem Land und an einer Gesellschaft, die viele Jahren von dem “eisernen Vorhang” durch Zensur und Geheimpolizei kontrolliert wurde.

  Die ersten Semestern

  Das erste CHC der Audacia wurde aus Mircea Fizeşanu v. Volkov (Senior), Ruxandra Sână v. Callyope (Consenior), Traian Almăşan v. Machiavelli (Fuchsmajor), Dorin Popescu v. Zwier (Schriftführer) und Liviu Precup v. Antonius (Kassier) gebildet.

Fragen gab es damals sehr viele. Ich kann mich erinnern, wie viele Sachen nicht erledigt wurden, da keiner wusste, wer welche Aufgabe übernehmen sollte.

Auch mit den offiziellen Akten dauerte es sehr lange bis sie erledigt waren, da keiner von den rumänischen Audacen Erfahrung in diesem Bereich hatten. Eine große Hilfe waren dabei unsere österreichischen Bundesbrüder.

Der in Wien gegründete Zirkel unterstützt die Audacia nicht nur finanziell, sondern auch mit Ratschlägen und mit Kontakten. Mit der Zeit gewann Audacia Erfahrung und ihre Mitglieder wurden auch zahlreicher. Machiavelli, der damalige Fuchsmajor, konnte beim Promulgationskommers fünf Receptionen durchführen. Eine besondere Freude war es, dass er später auch vier von diesen fünf Burschen hatte.

  Das erste Stiftungsfest

  Das neue CHC (Machiavelli-Senior, Boris-Consenior, Mephisto-Fuchsmajor, Dante-Schriftführer, Antonius-Kassier) organisierte am 20. März 2004 das ersten Stiftungsfest der Audacia Napocensis. Es war das erste große Fest, das die jungen rumänische Audacen allein organisiert haben. Fehler wurden gemacht, aber am Ende konnten sich alle bei einem gelungenen Fest freuen.

Erfasst von Machiavelli,
25.08.2005
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